Archiv für Dezember 2002

Nazi-Deckert kniff in Gränitz!

BI „Kein Nazi-Zentrum in Gränitz …!“

Nazi-Deckert kniff in Gränitz und verpisste sich in das thüringische Wutha-Farnroda (Mosbach)! Ca. 65 Leute sorgten mit einem antifaschistischen und antirassistichen Mahnfeuer für ein nazi-freies Wochenende im sächsischen Dorf Gränitz.

Deckert kniff in Gränitz und verpisste sich in das thüringische Wutha-Farnroda (Mosbach) in der Nähe von EisenachDas antifaschistische und antirassistische Mahnfeuer am Nazi-Zentrum von Günter Deckert, an dem bei eisiger Kälte am 21.12. ca. 65 Personen teilnahmen, sorgte für einen nazi-freien Samstag in dem kleinen sächsischen Dorf Gränitz. Deckert zog es vor mit einer kleinen Schar von Kahlköpfen durch Wurtha-Farnroda zu ziehen. Dort ist die Kneipe „Frische Quelle“ in der Theo-Neubauer Strasse Nr. 87 inzwischen in „rechter Hand“ (mdr-nachrichten vom 15.12.2002) und Deckert hat seine Finger mit im Spiel. Glaubt man seinen eigenen Worten, so finanziert Deckert seine Projekte über Spendensammlungen und aus früheren Fonds, die er sich als Vorsitzender der NPD anlegen konnte. Die überwiegende Anzahl der Spender kommen, wie nicht anders zu erwarten war, aus den Alt-Bundesländern.Tatkräftige Unterstützung erhält Deckert auch von der JN-Abspaltung „Bewegung deutsche Volksgemeinschaft“(BdVG), den „Schlesischen Jungs“ aus Ostsachsen und von der Kameradschaft Norkus, einer NPD-Tarnorganisation aus Freiberg.Für Aufregung sorgte Deckert mit einem offenen Brief an den Vorstand des Netzwerks Sachsen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Darin forderte Deckert den ehemaligen Polizeichef von Pirna, Helmar Leo Blech, zu einem öffentlichen Disput in der „weltoffenen Stadt“ Freiberg auf, an dem neben Blech als Vertreter des Netzwerks alle Schülersprecher und Gk-Lehrer ab der Klasse 8 aller Schulen teilnehmen sollten. Das wäre die einmalige Gelegenheit, ihn (Deckert) öffentlich auseinander zu nehmen. Blech, der vor wenigen Wochen aus den Händen von Rita Süßmuth den Preis der Martin Niemöller Stiftung wg. Zivilcourage etc. empfangen hat, überlegt allen Ernstes auf dieses Angebot einzugehen. Nicht alleine, wie er meinte, sondern mit einer handvoll Kommunalpolitikern aus dem Landkreis Freiberg. Das Netzwerk hat unter der Vorgabe, den Nazis die Maske vom Gesicht zu reißen, bereits ein öffentliches Gespräch mit dem NPD-Funktionär Leichsenring aus Königstein geführt und sich dabei bis auf die Knochen blamiert!Wir fordern: Keinen öffentlichen Raum für Nazis – nirgendwo!!!BI „Kein Nazi-Zentrum in Gränitz und auch nicht anderswo!“

INFO – Bürgerinitiative „Kein Nazizentrum in Gränitz und auch nicht anderswo!“ – INFO

aus FreibÄrger #30, Dezember 2002

Das Nazi-Zentrum in Gränitz gibt es immer noch und entgegen aller polizeilichen Verlautbarungen finden dort auch schon regelmässige Treffen kleinerer Gruppen von Neo- Nazis statt. Am 24. November musste die Polizei wieder einmal nach Gränitz ausrücken, um eine Versammlung zu kontrollieren und auf den Erhalt der Amtssiegel zu achten. Seit dem Frühjahr dürfen Hausbesitzer Günter Deckert (Ex- NPD-Vorsitzender) und seine Putzkolonne um Sandro Kempe aus Freiberg keine baulichen Veränderungen mehr vornehmen. Deckert scheint nicht in der Lage zu sein, einen ordnungsgemäßen Bauantrag zu stellen, wie es von jedem normalen Bürger erwartet wird. Stattdessen lamentiert er in der NPD-Partei-Presse über angebliche Schikanen durch die Freiberger Kreisverwaltung oder der Stadtverwaltung von Brand-Erbisdorf. Neben der Kameradschaft Norkus aus Freiberg, die aufgrund der Arbeit für Deckert wohl ihre Internet- Homepage eingestellt hat, engagiert sich die Bewegung deutsche Volksgemeinschaft (BdVG), eine Abspaltung der „Jungen Nationaldemokraten“ für den Auf- und Ausbau des Nazi- Zentrums Gränitz, das sie auf den Namen „Deutsches Haus Erzgebirge“ getauft haben. (mehr…)